Holsteins Wirtschaft fordert schnelle Asylverfahren

FriederikeCKuehn2013(CIS-intern) – Die Vollversammlung der IHK zu Lübeck appelliert an Politik und Verwaltung, die Asylverfahren deutlich zu beschleunigen. Nur so habe die Wirtschaft eine Chance, zügig Flüchtlinge als dringend benötigte Fachkräfte anzuwerben, anzulernen oder auszubilden. “Die Wirtschaft will dazu beitragen, die Fachkräfte-Situation in der Region zu verbessern”, sagte IHK-Vicepräses Bernd Jorkisch in der Sitzung der Vollversammlung.

Foto IHK Präses Friederike Kühn

Er warb gemeinsam mit IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning für ein zunächst auf drei Jahre angelegtes Projekt der IHK, das in Zusammenarbeit mit weiteren regionalen Akteuren den Flüchtlingen die Integration in Ausbildung und Praktika erleichtern soll und damit einen aktiven Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung unserer HanseBelt-Region leistet. Die Mitglieder des höchsten Gremiums folgten dem Vorschlag und bewilligten das Projekt.

Es war die letzte Sitzung der Vollversammlung in der sechsjährigen Legislaturperiode, die zum Jahreswechsel endet. Präses Friederike C. Kühn dankte den Unternehmerinnen und Unternehmern für ihr Engagement für die regionale Wirtschaft. Eine weitere wichtige Weichenstellung fand einstimmige Zustimmung bei den Unternehmerinnen und Unternehmern: Sie verabschiedeten ein neues Leitbild Verkehr der IHK zu Lübeck, in dem die Wirtschaft die für sie wichtigen Verkehrs- und Infrastrukturprojekte formuliert. “Damit wollen wir uns in die Planungen für den kommenden Bundesverkehrswegeplan einbringen”, sagte Rüdiger Schacht, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Leiter des IHK-Geschäftsbereiches Standortpolitik.

Das Papier listet alle wichtigen Verkehrsprojekte auf und weist auf notwendige Verbesserungen hin, angefangen beim Bau der Autobahn A20, über den Ausbau der A21, die Schienenanbindung des Fehmarnbelt-Tunnels bis zum Lübecker Hafen. “Unsere Ziele sind die Sicherstellung einer leistungsfähigen Anbindung des Standortes an das südliche Bundesgebiet, Hamburg und Skandinavien. Dafür erforderlich sind der Erhalt beziehungsweise der bedarfsgerechte Ausbau der bestehenden Verkehrswege”, so Schacht. Entscheidend sei es zudem, die Flaschenhälse in der Metropolregion Hamburg zu beseitigen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Tourismusstrategie des Landes Schleswig-Holstein. Andrea Gastager, Geschäftsführerin der Tourismusagentur Schleswig-Holstein (TASH), präsentierte die neue Glücks-Kampagne: “Urlaub ist für viele Menschen die populärste Form von Glück.

Unser Land bietet den Menschen die besten Voraussetzungen dafür, im Urlaub glücklich zu werden”, so Gastager. Die Einheimischen würden es vorleben, denn sie gehörten zu den glücklichsten Deutschen. Alle, die sich an der Aktion beteiligen, können einen runden, rosafarbenen Aufkleber für ihre Werbung nutzen. Zudem sollen Urlauber und Einheimische die schönsten Orte mit einem rosa Glücksband kennzeichnen können.

Presse IHK Lübeck

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