Weniger Gewaltdelikte im Norden

Foto: Ingo Büsing  / pixelio.de(CIS-intern) – Im Jahr 2014 haben die Strafgerichte in Schleswig-Holstein 793 Männer und Frauen wegen Gewaltdelikten verurteilt. Das sind 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei einem Fünftel der Verurteilten wurde eine Freiheits- oder Jugendstrafe ohne Bewährung verhängt und bei 44 Prozent setzten die
Gerichte die Freiheits- bzw. Jugendstrafe zur Bewährung aus, so das Statistikamt Nord.

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Geldstrafen nach allgemeinem Strafrecht kamen bei zwölf Prozent und erzieherische Sanktionen des Jugendstrafrechts bei 23 Prozent der Verurteilten
zur Anwendung. 15 Prozent aller schuldig Gesprochenen waren Jugendliche (zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 17 Jahre alt) und weitere 20 Prozent zählten zu den
Heranwachsenden (18 bis 20 Jahre). Frauen stellten acht Prozent der Verurteilten und der Anteil der Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit betrug 15 Prozent. Bereits vorbestraft waren 62 Prozent der Straftäterinnen und -täter.

Bei allen Jugendlichen sowie bei 98 Prozent der Heranwachsenden kam das Jugendstrafrecht zur Anwendung. Das entspricht 35 Prozent aller verurteilten
Personen. Von den Schuldsprüchen ergingen 61 Prozent wegen gefährlicher Körperverletzung. Auf räuberische Erpressung entfielen 15 Prozent, auf Raub und
schweren Raub 13 Prozent.

Im Jahr 2014 haben die Strafgerichte in Hamburg 943 Personen wegen Gewaltdelikten verurteilt. Das sind drei Prozent weniger als im Vorjahr. Von den schuldig Gesprochenen erhielten 20 Prozent eine Freiheits- oder Jugendstrafe ohne Bewährung, so das Statistikamt Nord. In 39 Prozent der Fälle wurde die verhängte Freiheits- bzw. Jugendstrafe zur Bewährung ausgesetzt.

18 Prozent der Verurteilten erhielten eine Geldstrafe nach allgemeinem Strafrecht (Erwachsenenstrafrecht) und bei 23 Prozent verhängten die Gerichte
erzieherische Sanktionen des Jugendstrafrechts.

Von den schuldig gesprochenen Gewalttäterinnen und -tätern waren 18 Prozent Jugendliche, die zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 17 Jahre alt waren. Weitere 19 Prozent waren Heranwachsende zwischen 18 und 20 Jahren. Der Anteil der Frauen lag bei acht Prozent. 40 Prozent waren ausl

ändische Staatsangehörige und bereits vorbestraft waren 59 Prozent.

36 Prozent der Schuldsprüche ergingen nach den Bestimmungen des Jugendstrafrechts. Dies betraf nicht nur alle Jugendlichen, sondern auch 99 Prozent der Heranwachsenden. Die meisten Schuldsprüche ergingen wegen gefährlicher Körperverletzung (61 Prozent) sowie wegen räuberischer Erpressung, Raubes oder schweren
Raubes (zusammen 29 Prozent).

Presse Statistikamt Nord

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