Beachtlicher Rückgang der Verbraucher-Insolvenzen

Foto: Bernd Kasper  / pixelio.de(CIS-intern) – Im Jahr 2015 sind in Schleswig-Holstein 3 569 Anträge auf Verbraucherinsolvenzen gestellt worden. Gegenüber 2014 ist das eine Abnahme um 6,9 Prozent, so das Statistikamt Nord. Damit sank die Zahl der Verbraucherinsolvenzen zum fünften Mal in Folge. Seit 2010 ging sie um insgesamt 23 Prozent zurück.
Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger gegenüber den Verbraucherinnen und Verbrauchern betrugen 165,0 Mio. Euro. Als mögliche Schadenshöhe ergeben sich rund 46 200 Euro je Verbraucherinsolvenz. Gegenüber dem Jahr 2014 sank zwar die Summe der Forderungen um 19,3 Mio. Euro, die Forderungen je Fall blieben aber annähernd konstant.

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Bezieht man die Zahl der Verbraucherinsolvenzen auf die Bevölkerung, ergibt sich die Insolvenzhäufigkeit. Im Jahr 2015 entfielen auf 10 000 schleswig-holsteinische Einwohnerinnen und Einwohner 12,6 Verbraucherinsolvenzen. Am höchsten war die Insolvenzhäufigkeit in Neumünster mit 21,9 Anträgen je 10 000 Einwohnerinnen und Einwohner, gefolgt von der Hansestadt Lübeck mit 17,6 Anträgen. Der geringste Wert wurde für den Kreis Segeberg verzeichnet – hier gab es 6,8 Verfahren je 10 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Auch für die weiteren Kreise an der Grenze zu Hamburg ergaben sich vergleichsweise geringe Insolvenzhäufigkeiten.

Im Jahr 2015 sind in Hamburg 2 228 Verbraucherinsolvenzen gemeldet worden. Im Vergleich zu 2014 ist das ein Rückgang um 5,3 Prozent, so das Statistikamt Nord. Damit wurden zum vierten Mal in Folge weniger Verbraucherinsolvenzen registriert als im jeweiligen Vorjahr. Seit 2011 sank die Zahl um insgesamt 23 Prozent.
Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger gegenüber den Verbraucherinnen und Verbrauchern summierten sich 2015 auf 66,3 Mio. Euro. Die potentielle Schadenshöhe je Verbraucherinsolvenz lag damit bei rund 29 800 Euro. Auch hier ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen – im Jahr zuvor lagen die Forderungen noch bei 109,1 Mio. Euro bzw. bei rund 46 400 Euro je Fall.

Wird die Zahl der Verbraucherinsolvenzen auf die der Einwohnerinnen und Einwohner bezogen, ergibt sich die Insolvenzhäufigkeit. 2015 kamen in Hamburg auf 10 000

Einwohnerinnen und Einwohner 12,1 Verbraucherinsolvenzen. Die Insolvenzhäufigkeit für die einzelnen Bezirke war unterschiedlich: Am höchsten war sie in Hamburg-Mitte mit 17,4 Anträgen je 10 000 Einwohnerinnen und Einwohner. An zweiter Stelle folgte der Bezirk Harburg mit 14,6 Anträgen. Die geringste Insolvenzhäufigkeit errechnet sich für Eimsbüttel – hier gab es 7,1 Verfahren je 10 000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Presse Statistikamt Nord