Schleswig-Holstein: Betriebszahlen im Gemüseanbau weiter rückläufig

Foto: berggeist007  / pixelio.de(CIS-intern) – In Schleswig-Holstein sind im Erhebungsjahr 2015 auf einer Fläche von 7 036 Hektar (ha) Gemüse und Erdbeeren von 426 Betrieben angebaut worden. Das sind acht Prozent weniger Betriebe als noch im Jahr 2014, so das Statistikamt Nord. Damit setzt sich die Entwicklung der zurückgehenden Betriebszahlen der letzten Jahre weiter fort.

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Bereits zwei Drittel aller Freilandbetriebe verfügten über eine Anbaufläche von fünf Hektar und mehr und bewirtschafteten damit 95 Prozent der gesamten Freilandfläche Die Erntemenge von Freilandgemüse betrug insgesamt rund 302 000 Tonnen.

Auf dem größten Teil der Flächen wurden Kopfkohl, Möhren und Spargel angebaut. Allein auf die drei Kopfkohlarten Weißkohl, Rotkohl und Wirsing entfielen 3 046 ha. Das sind gut drei Prozent weniger als 2014. Traditionell liegen die meisten Kopfkohlanbauflächen (2 797 ha, 92 Prozent) im Kreis Dithmarschen, dem größten Kohlanbaugebiet Deutschlands.

Die Spargelanbaufläche reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf 477 ha. Trotz der kühlen Witterungsbedingungen im Frühjahr 2015 belief sich die Erntemenge des Königsgemüses auf rund 1 640 Tonnen (minus fünf Prozent im Vergleich zu 2014).

Erdbeeren im Freiland wurden von 89 Betrieben auf einer Fläche von rund 1 270 ha erzeugt. Diese Fläche schließt die Neuanpflanzungen im Umfang von 307 ha, die im Erhebungsjahr noch nicht beerntet wurden, ein. Der Schwerpunkt der Erdbeerproduktion liegt in den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Stormarn und Ostholstein. Insgesamt wurden 13 300 Tonnen der beliebten Früchte geerntet.

Der Gemüseanbau unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, zu denen auch die Gewächshäuser gezählt werden, umfasste knapp 31 ha, die von 78 Betrieben bewirtschaftet wurden. Da fast jeder Betrieb Tomaten kultiviert, beanspruchte der Tomatenanbau annähernd die Hälfte dieser geschützten Flächen.
Gut ein Fünftel der gesamten Gemüseanbaufläche im Freiland (1 274 ha) wurde nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet. Der Schwerpunkt liegt im Kohl-, Knollen- und Wurzelgemüseanbau mit zusammen knapp 990 ha. So wurden bereits knapp 43 Prozent der gesamten Erntemenge vom Wurzel- und Knollengemüse

In Hamburg haben 100 Betriebe im Jahr 2015 auf zusammen 505 Hektar (ha) Gemüse und Erdbeeren angebaut. Während die Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr leicht stieg, sank die Zahl der sie bewirtschaftenden Betriebe um fünf Prozent, so das Statistikamt Nord. Der Trend rückläufiger Betriebszahlen setzte sich damit auch 2015 fort.

86 Betriebe und damit der Großteil baute Gemüse im Freiland an. Die Anbaufläche hierfür weitete sich gegenüber 2014 um zwei Prozent auf 451 ha aus. Die Erntemenge aller Gemüsearten zusammen betrug 10 500 Tonnen.

In der Großstadt dominierte im Freilandanbau mit einer Fläche von 315 ha die Produktion von Blatt- und Stängelgemüse. Auf rund 279 ha dieser Fläche wurden verschiedene Salate angebaut. Die bedeutendsten Arten waren Lollosalate mit 116 ha (Vorjahr 107 ha) und Rucola mit 81 ha (Vorjahr noch 60 ha). Der Rucola konnte damit seine Anbaufläche um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausweiten.

Knapp fünf Prozent der Freilandgemüseanbauflächen wurden ökologisch bewirtschaftet.
Der Gemüseanbau unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen einschließlich Gewächshäuser umfasste 43 ha in 76 Betrieben. Auch in dieser Bewirtschaftungsform wurden auf 18 ha vorwiegend Salate produziert (Vor-jahr 23 ha). Weitere bedeutende Kulturen waren Tomaten und Salatgurken mit jeweils rund sieben ha .ökologisch produziert.

Presse Statistikamt Nord

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