Hapag-Lloyd rechnet sich reich

Thorben Wengert  / pixelio.de(CIS-intern) – Hapag-Lloyd erreicht 114 Millionen Euro Jahresüberschuss in einem herausfordernden Marktumfeld. Synergien, Kosteneinsparungsprogramm und wettbewerbsfähigere Flotte sorgen für erfolgreiches Jahr / Hapag-Lloyd gut positioniert dank ausgeglichenem Produkt-Portfolio und Präsenz in attraktiven Nischenmärkten / Weitere Projekte zur Ergebnisverbesserung in 2016 gestartet.

Foto: Thorben Wengert / pixelio.de (Symbolbild)

Hapag-Lloyd hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 114 Mio. (Vorjahr: EUR -604 Mio.) abgeschlossen. Das EBITDA betrug EUR 831 Mio. (Vorjahr: EUR 99 Mio.) und das operative Ergebnis (EBIT) EUR 366 Mio. (Vorjahr: EUR -383 Mio.).

„Das Jahresergebnis entspricht unseren Erwartungen. Hapag-Lloyd hat geliefert, was wir versprochen hatten. Auch im Vergleich mit unseren Hauptwettbewerbern hat Hapag-Lloyd sehr stark aufgeholt und gehört wieder zu den Top-Performern in der Industrie“, sagte Rolf Habben Jansen, CEO der Hapag-Lloyd AG, zur Vorlage der endgültigen Zahlen für 2015. „Diesen Erfolg haben wir uns hart erarbeitet durch eine schnelle Integration des CSAV-Containergeschäfts und die Hebung der Synergien sowie durch das Kosteneinsparungs- und Effizienzprogramm OCTAVE, welche zusammen von 2016 an einen Ergebnisbeitrag von insgesamt 600 Millionen US-Dollar bringen. Mehr als 70 Prozent der erwarteten Ergebnisverbesserungen haben wir bereits in 2015 realisiert. Aufgrund dieses Erfolges haben wir schon Ende 2015 OCTAVE 2 gestartet. Wir haben für dieses Programm erneut viel versprechende Potentiale identifiziert, die unsere Effizienz weiter verbessern dürften.“ Außerdem hat Hapag-Lloyd Anfang 2016 damit begonnen, das Projekt „Compete to Win“ 1/3 auszurollen, dessen Ziel die Steigerung der Kundenfokussierung und der Umsatzqualität ist.

Das Transportvolumen von Hapag-Lloyd stieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 25,3 Prozent auf 7,401 Mio. TEU. Die durchschnittliche Frachtrate betrug im vergangenen Geschäftsjahr 1.225 USD/TEU, was zum Vorjahr einem Rückgang von 202 USD/TEU oder 14,2 Prozent entsprach. Die Umsatzerlöse erreichten im vergangenen Geschäftsjahr EUR 8,842 Mrd. nach EUR 6,808 Mrd. im Vorjahr. Der Anstieg von Transportvolumen und Umsatz war in erster Linie auf die Übernahme der CSAV-Containeraktivitäten zurückzuführen.

Die Transportaufwendungen stiegen um 19,8 Prozent oder EUR 1,198 Mrd. auf EUR 7,258 Mrd. an. Die Transportaufwendungen pro TEU sanken um 20,1 Prozent von 1.363 USD/TEU in 2014 auf 1.089 USD/TEU im vergangenen Jahr. Dies lag zum einen am gesunkenen Bunkerverbrauchspreis, der 2015 mit 312 USD/Tonne deutlich unter dem Vorjahresniveau von 575 USD/Tonne lag, und zum anderen an einem geringeren Bunkerverbrauch pro transportiertem TEU sowie an den Synergien und den Effekten aus dem OCTAVE-Programm.

„Wir werden 2016 weiter daran arbeiten, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, um unsere Performance im Vergleich zur Industrie zu halten und zu stärken“, erklärte Rolf Habben Jansen. „Wir sind gut positioniert dank unseres ausgeglichenen Produkt-Portfolios in allen Fahrtgebieten sowie unserer starken Präsenz in attraktiven Nischenmärkten wie dem Reefer-Geschäft, dem Transport von Spezialladung und Gefahrgut oder dem Kabotage-Geschäft.“ 2/3
Der bisherige Geschäftsverlauf 2016 entspricht den Erwartungen. „Wir erwarten, dass die aktuelle Konsolidierung in der Linienschifffahrt und die anstehende Basis für die Nutzung weiterer Wachstumschancen Neuordnung der Allianzen für mehr Stabilität im Markt sorgen sollten und es zu einer gewissen Erholung des Marktes kommen wird“, sagte Habben Jansen. Unter diesen Voraussetzungen und einer normalen Peak Season sowie dank weiterer Synergieeffekte, zusätzlicher Kostensenkungen und Effizienz-Projekte sow

ie ersten Effekten aus dem „Compete to Win“-Projekt plant Hapag-Lloyd für das laufende Geschäftsjahr mit einem moderaten Anstieg des EBITDA und einem deutlichen Anstieg des EBIT im Vergleich zu 2015.

Das im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Eigenkapital von EUR 5,046 Mrd. (Eigenkapital-quote: 45,5 Prozent) und die gestiegene Liquiditätsreserve in Höhe von EUR 962 Mio. bilden eine solide (alles per 31.12.2015).

PM: Hapag Lloyd