Die Wirtschaft im Norden wächst – aber nicht in allen Bereichen

Foto: martina braun-rodmann  / pixelio.de(CIS-intern) – In Schleswig-Holstein hat sich das im ersten Halbjahr erkennbare leichte Wirtschaftswachstum im Gesamtergebnis des Jahres 2015 bestätigt. Das Bruttoinlandsprodukt (die Summe aller erzeugten Güter und Dienstleistungen) stieg 2015 gegenüber dem Vorjahr nominal (in jeweiligen Preisen) um 3,4 Prozent an. Nach Bereinigung der Preisveränderungen errechnete sich ein realer Anstieg von 1,4 Prozent, so das Statistikamt Nord.

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Damit lag das wirtschaftliche Wachstum in Schleswig-Holstein unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Deutschlandweit stieg das Bruttoinlandsprodukt nominal um 3,8 Prozent und real um 1,7 Prozent an.

Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete nominal nur einen geringen Zuwachs von 0,5 Prozent und real einen Rückgang um 1,4 Prozent. Die für Schleswig-Holstein bedeutenden Wirtschaftszweige haben sich dabei unter-schiedlich entwickelt. Während die Wirtschaftsleistung im Ernährungsgewerbe durch weggebrochene Exporte weiter zurückging und auch im Maschinenbau und der chemischen Industrie Verluste zu verzeichnen waren, konnte die pharmazeutische Industrie ebenso wie die Branchen „Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Geräten“ und „Herstellung sonstiger Waren“ weiter zulegen.
Nach dem witterungsbedingt sehr guten Ergebnis im Vorjahr konnte das Baugewerbe für 2015 nominal lediglich ein Plus von 4,8 Prozent verzeichnen, während sich die Veränderungsrate real auf minus 0,9 Prozent belief.

Die Dienstleistungsbereiche trugen sowohl nominal (plus 3,9 Prozent) als auch real (plus 1,6 Prozent) zum weiteren Wachstum in Schleswig-Holstein bei. Der positiven Entwicklung im Handel und Gastgewerbe steht dabei ein weiterer Rückgang in der Finanzwirtschaft gegenüber
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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Wert aller im Land erzeugten Güter und Dienstleistungen ist in Hamburg im Jahr 2015 gegenüber 2014 nominal (in jeweiligen Preisen) um 3,9 Prozent gestiegen. Nach Berücksichtigung der Preisveränderungen ergab sich daraus ein Wirtschaftswachstum von real 1,9 Prozent, so das Statistikamt Nord. Mit diesem Ergebnis liegt Hamburg leicht über dem Bundesergebnis von real plus 1,7 Prozent.

Sehr deutliche und im Vergleich zur Entwicklung auf Bundesebene weitaus stärkere Wachstumsimpulse kamen aus den produzierenden Wirtschaftsbereichen in Hamburg. Für das Produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe wurde ein Plus von nominal 6,7 Prozent und real ein Plus von 4,3 Prozent im Vergleich zu 2014 ermittelt. Das Verarbeitende Gewerbe trug zu diesem Anstieg mit nominal 5,1 Prozent und real 2,6 Prozent bei. Beim Hamburger Baugewerbe lag das Wachstum mit nominal 9,8 Prozent und real 3,9 Prozent sogar noch darüber.

Die Dienstleistungsbereiche insgesamt entwickelten sich in Hamburg mit nominal plus 3,2 Prozent und real plus 1,3 Prozent im Vergleich zum Bund etwas weniger dynamisch. Während das Gastgewerbe mit einem sehr aus-geprägten Zuwachs offenbar weiterhin vom Touristenboom i

n Hamburg profitieren konnte, zeigten andere Dienstleistungsbereiche eher moderate oder zum Teil auch rückläufige Entwicklungen, wie zum Beispiel der Großhandel. Einzelhandel und KFZ-Handel lagen dagegen recht deutlich im Plus.

Hinweise
Die hier vorgestellten Ergebnisse für das Jahr 2015 beruhen auf ersten vor-läufigen Berechnungen des „Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“..

Presse Statistikamt Nord