Zecken-Alarm: Reisende sollten sich impfen lassen, wenn sie in Risikogebiete fahren

Foto: pixabay.com / catkin(CIS-intern) – Mit den steigenden Temperaturen beginnt auch die Zecken-Saison. Die kleinen Spinnentiere lauern im Gras und im Unterholz, krabbeln von dort auf den Menschen, von dessen Blut sie sich ernähren. Gefährlich sind die Blutsauger, weil sie die Erreger von Krankheiten wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen können. Gegen die lebensbedrohliche Hirnhautentzündung FSME kann man sich impfen lassen.

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FSME-Risikogebiete vor allem in Deutschlands Süden und Mitte: FSME-übertragende Zecken treten nicht in ganz Deutschland auf. Zu den Risikogebieten gehören vor allem Regionen in Bayern, Baden-Württemberg sowie in Thüringen und Hessen. Nähere Informationen zu den Risikogebieten sind z.B. beim RKI oder bei der BZgA zu finden. Über das Risiko im Ausland sollten Reisende sich bei Gesundheitsämtern, beim Tropeninstitut oder beim Auswärtigen Amt informieren. Wer in FSME-Risikogebieten wohnt und sich gern in der Natur aufhält bzw. als Forstarbeiter ein beruflich erhöhtes Risiko für Zecken-Kontakte hat oder in FSME-Gebiete reist, sollte sich laut den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) impfen lassen.

Mehrere Impfungen notwendig: Die FSME-Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen. Ein wirksamer S

chutz besteht frühestens nach der zweiten Impfung, die einen Monat nach der Erstimpfung erfolgen kann. Wenn es eilt, ist aber auch eine Schnellimmunisierung möglich. Lassen Sie sich hierzu von Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt beraten. Danach muss die FSME-Impfung – je nach Impfstoff – alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden.

Weitere Informationen zu Impfungen finden Sie unter www.impfen.schleswig-holstein.de.

Zecken-Check nach Aufenthalt im Grünen: Ganz wichtig ist es, nach einem Aufenthalt im Freien den Körper nach Zecken abzusuchen. Besonders muss auf dünne, gut durchblutete Hautstellen wie Haaransatz, Achselhöhlen und Kniekehlen geachtet werden. Eine festgesaugte Zecke sollte mit einer Pinzette komplett – und ohne sie zu quetschen – erfasst und gerade herausgezogen werden. Die Wunde wird im Anschluss desinfiziert. Je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Infektionsrisiko. Dies gilt auch für die von Zecken übertragene Borreliose, gegen die es keinen Impfschutz gibt. Symptome wie Hautrötungen, Kopfschmerzen, Erbrechen oder Fieber nach einem Zeckenstich sind ein Fall für den Arzt.

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