Mehr als die Hälfte der Handwerksunternehmen im Baugewerbe tätig

Foto: wolfgang teuber / pixelio.de(CIS-intern) – Im Jahr 2013 hat es in Schleswig-Holstein nach den Ergebnissen der Handwerkszählung 19 046 selbstständige Handwerksunternehmen gegeben. Mehr als die Hälfte dieser Unternehmen waren im Baugewerbe tätig, so das Statistikamt Nord.

Die meisten Handwerksunternehmen (7 683 bzw. 40,3 Prozent) waren im Bereich des Ausbaugewerbes tätig (z. B. Installateure, Elektrotechniker, Maler/Lackierer und Tischler). Zweitgrößte Gewerbegruppe war mit 3 381 Unternehmen (17,8 Prozent) das Bauhauptgewerbe (z. B. Maurer-, Zimmerer- oder Dachdeckerunternehmen).
Eine ebenfalls große Gruppe stellten mit 2 568 Unternehmen (13,5 Prozent) die Handwerke für den privaten Bedarf; dies waren hauptsächlich Friseure, aber auch zulassungsfreie Gewerbe wie Holzblasinstrumentenmacher, Vergolder oder Modisten (Hutmacher). Die wenigsten Handwerksunternehmen gab es im Gesundheitsgewerbe (652) und im Lebensmittelgewerbe (632).

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Im Vergleich zum Jahr 2012 sank die Zahl der Handwerksunternehmen in Schleswig-Holstein um drei Prozent. 15 741 der Unternehmen (83 Prozent) waren zulassungspflichtige und 3 305 (17 Prozent) zulassungsfreie Gewerbe.
Im überwiegenden Teil der Unternehmen (59 Prozent) waren bis zu vier Personen tätig. 21 Prozent entfielen auf die Größenklasse „fünf bis unter zehn tätige Personen“ und 20 Prozent auf die Klasse „zehn und mehr Personen“.

Die Handwerksunternehmen beschäftigten 123 709 sozialversicherungspflichtig und 22 446 geringfügig entlohnt Beschäftigte. Der Anteil der geringfügig entlohnt Beschäftigten blieb damit konstant. Einschließlich der tätigen Inhaber arbeiteten 166 067 Frauen und Männer im schleswig-holsteinischen Handwerk, das sind zwei Prozent weniger als 2012. Insgesamt waren in den Unternehmen des Ausbaugewerbes die meisten Menschen beschäftigt (48 272 Personen). In den Handwerken für den gewerblichen Bedarf arbeiteten 35 504 Frauen und Männer und im Bauhauptgewerbe 27 196.

Im Durchschnitt aller Unternehmen beschäftigte jedes Unternehmen wie im Vorjahr neun Personen. Überdurchschnittlich viele Beschäftigte je Unternehmen gab es im Lebensmittelgewerbe (29 Personen), in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (15), im Kraftfahrzeuggewerbe und im Gesundheitsgewerbe (jeweils zehn). Die kleinsten Unternehmen gab es mit durchschnittlich fünf tätigen Personen bei den Handwerken für den privaten Bedarf sowie im Ausbaugewerbe (sechs Personen).
Die schleswig-holsteinischen Handwerksunternehmen erzielten im Jahr 2013 einen Umsatz von 15,8 Mrd. Euro. Den größten Teil dieses Umsatzes (92 Prozent) erwirtschafteten die zulassungspflichtigen Unternehmen. Verglichen mit dem Vorjahresergebnis sank der Gesamtumsatz der Handwerksunternehmen um fünf Prozent. Der Umsatz je tätiger Person belief sich auf 95 100 Euro. Die zulassungspflichtigen Unternehmen erwirtschafteten dabei je tätiger Person mit 105 100 Euro einen wesentlich höheren Umsatz als die zulassungsfreien Handwerksunternehmen (44 100 Euro). Die höchsten Umsätze erzielten das Ausbaugewerbe (4,2 Mrd. Euro), das Kraftfahrzeuggewerbe (3,4 Mrd. Euro) sowie das Bauhauptgewerbe (3,1 Mrd. Euro).

Knapp zwei Drittel (65 Prozent) der in der Handwerkszählung berücksichtigten schleswig-holsteinischen Handwerksunternehmen waren Einzelunternehmen. Bei 22 Prozent der Unternehmen handelte es sich um Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), neun Prozent entfielen auf Personengesellschaften und vier Prozent auf sonstige Rechtsformen.

Im Jahr 2013 hat es in Hamburg nach den Ergebnissen der Handwerkszählung 8 461 Handwerksunternehmen gegeben. Die meisten dieser Unternehmen (3 404 bzw. 40,2 Prozent) waren im Bereich des Ausbaugewerbes (z. B. Installateure, Elektrotechniker oder Maler/Lackierer) tätig, so das Statistikamt Nord.
Zweitgrößte Gewerbegruppe waren mit 1 735 Unternehmen (20,5 Prozent) die Handwerke für den privaten Bedarf. Dies waren hauptsächlich Friseure, aber auch Orgelbauer, Metallblas- und Zupfinstrumentenmacher. Eine ebenfalls große Gruppe stellten mit 1 457 Unternehmen (17,2 Prozent) die Handwerke für den gewerblichen Bedarf, von denen die meisten Gebäudereiniger waren. Die wenigsten Handwerksunternehmen gab es im Gesundheitsgewerbe (381) und im Lebensmittelgewerbe (177).
Knapp drei Viertel aller Handwerksunternehmen (6 100 bzw. 72 Prozent) waren zulassungspflichtige Gewerbe und 2 361 (28 Prozent) zulassungsfreie Gewerbe. Gegenüber 2012 sank die Zahl der Handwerksunternehmen in Hamburg um vier Prozent.

Fast zwei Drittel der Unternehmen (63 Prozent) beschäftigten bis zu vier Personen. Die übrigen fielen in die Größenklassen „fünf bis unter zehn tätige Personen“ (18 Prozent) sowie „zehn und mehr Personen“ (19 Prozent).

In den einbezogenen Handwerksunternehmen arbeiteten 67 577 sozialversicherungspflichtig und 12 060 geringfügig entlohnt Beschäftigte. Zusammen mit den tätigen Inhabern arbeiteten 88 538 Frauen und Männer im hamburgischen Handwerk. Das sind zwei Prozent weniger als 2012. Die meisten Menschen arbeiteten in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (31 373), im Ausbaugewerbe (22 899) und im Kraftfahrzeuggewerbe (9 910).

Durchschnittlich waren in einem Unternehmen zehn Personen tätig. Deutlich über dem Durchschnitt lag dieser Wert im Lebensmittelgewerbe (23 Personen), bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (22 Personen) sowie im Kfz-Gewerbe (17). Deutlich unterdurchschnittliche Unternehmensgrößen fanden sich dagegen bei den Handwerken für den privaten Bedarf (fünf tätige Personen) und im Ausbaugewerbe (sieben Personen).

Die Hamburger Handwerksunternehmen erzielten 2013 einen Umsatz von 9,3 Mrd. Euro. 86 Prozent des Gesamtumsatzes wurde in den zulassungspflichtigen Gewerben erwirtschaftet. Verglichen mit dem Vorjahr stieg der Gesamtumsatz um ein Prozent. Der Umsatz je tätiger Person betrug rund 105 000 Euro. Die zulassungspflichtigen Unternehmen erwirtschafteten dabei je Beschäftigten mit rund 135 400 Euro einen mehr als dreimal so hohen Umsatz wie die zulassungsfreien Handwerksunternehmen (43 600 Euro). Die umsatzstärksten Gewer

bezweige waren das Ausbaugewerbe (2,6 Mrd. Euro), das Kraftfahrzeuggewerbe (2,5 Mrd. Euro) und die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (1,7 Mrd. Euro).

59 Prozent der Hamburger Handwerksunternehmen waren Einzelunternehmen. Bei 28 Prozent aller Unternehmen handelte es sich um Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), neun Prozent entfielen auf Personengesellschaften und vier Prozent auf sonstige Rechtsformen.

Methodische Hinweise:
Die Handwerkszählung wird jährlich auf Basis des statistischen Unter-nehmensregisters durch Nutzung von Daten der Bundesagentur für Arbeit und der Finanzverwaltung durchgeführt. Die Ergebnisse beziehen sich auf selbstständige, umsatzsteuerpflichtige Handwerksunternehmen der Anlagen A und B1 der Handwerksordnung. Handwerkliche Nebenbetriebe, innerbetriebliche handwerkliche Abteilungen oder handwerksähnliche Gewerbe (Anlage B2) sowie von der Umsatzsteuer befreite Kleinunternehmen mit nur geringen Umsätzen sind in dieser Statistik nicht enthalten.