Schleswig-Holsteiner verbrauchen immer weniger Strom

Foto: pixabay.com / luctheo(CIS-intern) – Der Bruttostromverbrauch (BSV) in Schleswig-Holstein hat sich nach vorläufigen Berechnungen im Jahr 2014 auf 15 840 Gigawattstunden (GWh) verringert. Das sind rund fünf Prozent weniger als im Vorjahr, so das Statistikamt Nord. Mit der Berechnung der Strombilanz des Berichtsjahres 2014 erwies es sich als notwendig, eine neue Methodik heranzuziehen und diese in Form einer Revision auch auf die vorangegangen Jahre anzuwenden.

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Da sich die bisher verwandte Datenquelle für den Stromabsatz in den letzten Jahren als unvollständig erwiesen hat, ist eine Änderung der Methodik sinnvoll und erforderlich. Für die Berechnung des Stromverbrauchs ab 2003 werden nunmehr auch zuverlässigere Daten der Stromnetzbetreiber herangezogen.

Die neuen Berechnungen zeigen, dass der Bruttostromverbrauch pro Jahr in Schleswig-Holstein im Durchschnitt knapp 2 500 GWh höher lag als bisher berechnet. Die neue Zeitreihe des Bruttostromverbrauchs ab 2003 sowie eine Gegenüberstellung der bisher ermittelten Werte kann der angehängten Tabelle entnommen werden.
Mit der Neuberechnung des Bruttostromverbrauchs ändern sich alle darauf bezogenen Anteilswerte, u. a. die Anteile der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien und des Kraft-Wärme-Kopplungs-Stroms (KWK-Strom) am Bruttostromverbrauch. Die aktuellen Werte dieser beiden Indikatoren wer-den ebenfalls in der angefügten Tabelle dargestellt.

Hinweise:
Bedingt durch die im Energiewirtschaftsgesetz vorgeschriebene Trennung des Netzbetreibers und des Energieversorgungsunternehmens („Unbundling“) und durch die Liberalisierung der Strommärkte gestaltet es sich zunehmend schwieriger, mit der bisher verwendeten Methodik ein umfass

endes Bild des Stromabsatzes an Letztverbraucher zu erhalten. Insbesondere die Beschaffung von Börsenstrom wurde in der Energiestatistik nur unzureichend erfasst, gewinnt jedoch eine zunehmende quantitative Bedeutung. Die bisherige Datenquelle einer Erhebung bei den Stromhändlern zeigte daher einen zu niedrigen und zu stark sinkenden Stromverbrauch in Schleswig-Holstein, der in diesem Ausmaß nicht der Realität entsprach.

Presse Statistikamt Nord

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