Wer hat denn daran schon gedacht? Selbstfahrende Autos verleiten zu Sex am Steuer

Foto: pixabay.com / benscherjon(CIS-intern) – Und die Rede ist nicht von Autoscooter. In einer heutigen Meldung der Pressetext Nachrichtenagentur lesen wir folgende Überschrift: “Experte sieht fleischliche Ablenkung als potenzielles Sicherheitsrisiko”. Der Autor des Artikels mag damit wahrscheinlich sogar recht haben. Selbst ein stinknormaler, aktivierter Tempomat soll ja schon zu Verrenkungen im Fahrzeug geführt haben, die absolut nichts mit Autofahren zu tun hatten. Im Prinzip ein guter Tipp für Leute, die sonst alles durch haben und neue Herausforderungen beim partnerschaftlichen Vergnügen suchen.

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Und hier der Originalartikel:
(pte) Selbstfahrende Autos dürften auf pikante Art für mehr Verkehr sorgen, so ein Experte. “Ich sage voraus, dass es eine Menge mehr Sex in Autos geben wird, sobald die Computer das Fahren übernehmen”, erklärt Barrie Kirk vom Canadian Automated Vehicles Centre of Excellence http://cavcoe.com . Das mag auf den ersten Blick eher erheiternd klingen, doch besteht darin ein Sicherheitsrisiko. Denn der Mensch wäre dann wohl nicht unbedingt geneigt – oder auch in der Lage – das Steuer zu übernehmen, wenn es zu einer Gefahrensituation käme.

Neue Ablenkungen

Wenn Autos selber fahren, könnten Menschen sich auf Erquicklicheres konzentrieren. Doch Sex am automatisierten Steuer hat einen Haken. Denn wie auch andere Ablenkungen, denen Menschen sich hingeben könnten, “wird das ihre Fähigkeit beeinträchtigen, schnell zu reagieren, wenn der Computer sagt: ‘Übernimm jetzt'”, erklärt Kirk. Das Grundproblem ist dabei, dass Autofahrer der Automatisierung zu sehr vertrauen. Das geht aus Informationen hervor, die für den kanadischen Verkehrsminister zusammengestellt wurden, berichtet die “Canadian Press”.

Die Experten verweisen darauf, wie unvorsichtig beispielsweise Fahrer des Tesla Model S sind, der mittlerweile über einen begrenzten Autopiloten verfügt. So gibt es Menschen, die am Steuer Zeitung lesen oder ihre Zähne putzen. Dabei ist Teslas semi-autonomer Modus noch lange nicht als Vollzeit-Autopilot gedacht und das Unternehmen rät Fahrern eigentlich, die Hände am Steuer zu lassen. “Es muss wirklich mehr betont werden, dass diese Fahrzeuge nicht wirklich selbstfahrend sind”, meinen daher kanadische Beamte.

Teil-Autonomie gefährlich

Ehe Google-Visionen vom selbstfahrenden Auto Realität werden, dürften in den kommenden Jahren zunächst viele Autos vom Band laufen, die eigentlich nur teilautonom sind. Das gilt beis

pielsweise auch für jene Fahrzeuge, die Toyota bis 2020 auf Japans Straßen bringen will (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20151007003 ). Bei solchen Autos ist grundsätzlich vorgesehen, dass die Fahrer in bestimmten Situationen das Steuer übernehmen. Dementsprechend könnte es verheerende Folgen haben, wenn sie dies nicht tun – egal, ob sie durch Handy, Zeitung oder eben eine heiße Nummer abgelenkt sind.

PM: Danke an pte

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