Zuwachs in Schleswig-Holsteins Justizvollzugsanstalten

Foto: pixabay.com / elasticComputerFarm(CIS-intern) – In den Justizvollzugsanstalten Schleswig-Holsteins waren Ende März 2015 insgesamt 1 051 Strafgefangene und Sicherungsverwahrte inhaftiert. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr, so das Statistikamt Nord. Der in den Jahren 2011 bis 2013 beobachtete Rückgang setzte sich somit nicht fort.

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Unter den Häftlingen waren 20 Prozent ausländische Staatsangehörige und 72 Prozent Vorbestrafte. Der Anteil der Frauen lag bei fünf Prozent.
38 Prozent aller Insassinnen und Insassen waren zu Strafen von bis zu einschließlich einem Jahr verurteilt worden, bei 20 Prozent betrug die Haftzeit mehr als ein bis einschließlich zwei Jahre. Lange Freiheits- oder Jugendstrafen von mehr als fünf bis einschließlich 15 Jahren verbüßten zehn Prozent der Inhaftierten. Der Anteil der lebenslänglichen Haftstrafen lag bei vier Prozent (38 Personen).

Von allen Häftlingen waren 24 Prozent wegen Diebstahls und Unterschlagung und 19 Prozent wegen Raubes und Erpressung im Gefängnis. Bei jeweils elf Prozent waren Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit bzw. Betrug und Untreue der Grund für die Inhaftierung. Aufgrund von Betäubungsmitteldelikten (88 Häftlinge), Straftaten gegen das Leben (83 Personen) und Sexualstraftaten (79 Personen) waren jeweils acht Prozent in Haft.

Ende März 2015 waren in den Hamburger Justizvollzugsanstalten 1 151 Strafgefangene und Sicherungsverwahrte inhaftiert. Das sind zehn Prozent weniger als im Vorjahr, so das Statistikamt Nord. Damit setzte sich die rückläufige Entwicklung der letzten Jahre fort. Im mittelfristigen Vergleich zu 2010 sank die Zahl der Häftlinge um 19 Prozent.

Von den Ende März 2015 einsitzenden Personen waren fünf Prozent Frauen, 41 Prozent Ausländerinnen und Ausländer und 70 Prozent Vorbestrafte.
Die meisten Gefangenen (40 Prozent) verbüßten eine Freiheits- oder Jugendstrafe von maximal einem Jahr. 18 Prozent mussten mehr als ein bis einschließlich zwei Jahre in Haft. Bei neun Prozent aller Insassen belief sich die Vollzugsdauer auf über fünf bis einschließlich 15 Jahre und vier Prozent (50 Personen) verbüßten eine lebenslange Haftstrafe.

25 Prozent aller Inhaftierten saßen wegen Diebstahls und Unterschlagung ein un

d jeweils 14 Prozent wegen Betäubungsmitteldelikten sowie wegen Raubes und Erpressung. Straftaten gegen das Leben waren in zehn Pro-zent aller Fälle (111 Personen) Grund der Inhaftierung. Weitere Haftgründe waren Verurteilungen wegen Betruges und Untreue (100 Personen bzw. neun Prozent), Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit (102 Personen bzw. neun Prozent) sowie Sexualdelikte (85 Personen bzw. sieben Prozent).

PM: Presse Statistikamt

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