In Schleswig-Holstein sinkt die Industrieproduktion

Foto: ilona brigitta martin / pixelio.de(CIS-intern) – In Schleswig-Holstein wurden im vergangenen Jahr von der Industrie Güter im Verkaufswert von 30,4 Mrd. Euro hergestellt, das sind drei Prozent weniger als 2014, so das Statistikamt Nord. Für 14 der insgesamt 26 in Schleswig-Holstein nachgewiesenen Güterabteilungen wurden dabei steigende Produktionswerte verzeichnet.

Foto: ilona brigitta martin / pixelio.de

Den größten Anteil an der Gesamtproduktion (19 Prozent) stellten Maschinen mit einem Produktionswert von 5,9 Mrd. Euro und einer leichten Steigerung gegenüber 2014 um ein Prozent. Nahrungs- und Futtermittel lagen mit einem Anteil von 17 Prozent und 5,2 Mrd. Euro (plus ein Prozent) knapp dahinter. Ein bereits deutlich geringerer Anteil von neun Prozent ent-fiel auf chemische Erzeugnisse mit einem gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent gesunkenen Produktionswert von 2,7 Mrd. Euro. Kokerei- und Mineralölerzeugnisse mit einem preisbedingt stark gesunkenem Pro-duktionswert von 1,9 Mrd. Euro (minus 30 Prozent) machten rund sechs Prozent der Gesamtproduktion aus und pharmazeutische Erzeugnisse mit einem Produktionswert von 2,1 Mrd. Euro (minus ein Prozent) sieben Pro-zent. Die genannten fünf Güterabteilungen repräsentieren damit 59 Prozent der Industrieproduktion im nördlichsten Bundesland.

Mehr als eine Mrd. Euro Produktionswert wurde jeweils auch überschritten durch die Reparatur, Instandhaltung und Installation von Maschinen und Ausrüstungen (1,9 Mrd. Euro), durch „sonstige Waren“ – dies sind zum Beispiel medizinische Apparate und Materialien, Schmuck, Sportgeräte oder Spielwaren (1,5 Mrd. Euro), durch Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Erzeugnisse (1,3 Mrd. Euro), durch Papier, Pappe und Waren daraus (1,1 Mrd. Euro) sowie durch Gummi- und Kunststoffwaren (1,0 Mrd. Euro).

Für 16 weitere Güterabteilungen lagen die Produktionswerte jeweils unter einer Mrd. Euro. Insgesamt wurde in ihnen 19 Prozent der gesamten schleswig-holsteinischen Industrieproduktion erzeugt.

Die Industriebetriebe in Hamburg haben im Jahr 2015 Güter im Verkaufswert von 31,1 Mrd. Euro produziert. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von drei Prozent, so das Statistikamt Nord.

Dabei gab es nur in neun der insgesamt 23 in Hamburg nachgewiesenen Güterabteilungen steigende Produktionswerte.
Die Erzeugung von sonstigen Fahrzeugen (z. B. Schiffe, Lokomotiven und Luftfahrzeuge) sowie von Kraftfahrzeugen und Fahrzeugteilen lieferte nach dem Rückgang im Vorjahr einen Produktionswert von 8,5 Mrd. Euro und stieg damit gegenüber 2014 um 18 Prozent. Diese beiden Branchen lieferten mit einem Anteil von 27 Prozent wie im Vorjahr den größten Beitrag zur Gesamtproduktion. Nur geringfügig zugelegt hat die Herstellung von Metallen, die mit einem Produktionswert von 6,5 Mrd. Euro auf einen Anteil von 21 Prozent kam. 15 Prozent der Gesamtproduktion trug die Reparatur, Instandhaltung und Installation von Maschinen und Ausrüstungen bei, deren Produktionswert um acht Prozent zulegte und sich auf 4,7 Mrd. Euro belief. Acht Prozent der Gesamtproduktion bildeten Kokerei- und Mineralölerzeugnisse mit einem Produktionswert von 2,6 Mrd. Euro und einer wie im Vorjahr deutlichen und überwiegend preisbedingten Abnahme von 19 Prozent zum Vorjahr. Die Herstellung von Maschinen nahm deutlich ab (minus acht Prozent) und trug sieben Prozent zum Gesamtproduktionswert bei. Die genannten Güterabteilungen stellten damit zusammen 78 Prozent der gesamten hamburgischen Industrieproduktion.

Produktionswerte von jeweils über einer Mrd. Euro wurden auch bei Nahrungs- und Futtermitteln (1,8 Mrd. Euro) und chemischen Erzeugnissen (1,

6 Mrd. Euro) erzielt.
In 15 weiteren Güterabteilungen lagen die Produktionswerte jeweils unter einer Mrd. Euro. In ihnen wurde zusammen elf Prozent der gesamten hamburgischen Industrieproduktion erzeugt.

Hinweis:
Erfasst wurde die Produktion in Betrieben der Wirtschaftszweige „Verarbeitendes Gewerbe“ sowie „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“ mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten.

Presse Statistikamt Nord