Schleswig-Holstein: Industrieumsätze sinken weiter

Foto: ilona brigitta martin / pixelio.de(CIS-intern) – In den ersten drei Monaten 2016 ist in Schleswig-Holstein der Umsatz der größeren Industriebetriebe im Vergleich zum ersten Quartal 2015 um acht Prozent auf 7,2 Mrd. Euro zurückgegangen, so das Statistikamt Nord.
Dabei sank der Inlandsabsatz (4,0 Mrd. Euro) deutlich um elf Prozent, während die Auslandsnachfrage (3,1 Mrd. Euro) nur um drei Prozent rückläufig war. Die Exportquote lag bei 44 Prozent (Vorjahr: 42 Prozent).

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Unter den Branchen erzielten der Maschinenbau mit 1,2 Mrd. Euro (minus 20 Prozent) und die Betriebe zur Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (minus zehn Prozent) mit ebenfalls 1,2 Mrd. Euro die höchsten Umsätze. Es folgten die Bereiche „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“ mit 630 Mio. Euro (minus sieben Prozent), die „Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen“ mit 596 Mio. Euro (plus ein Prozent) sowie die „Herstellung von sonstigen Waren“ mit einem ebenfalls leichten Zuwachs von einem Prozent auf 550 Mio. Euro.

Im Monatsdurchschnitt des ersten Quartals arbeiteten im nördlichsten Bundesland rund 103 000 Personen in den genannten Industriebetrieben. Das ist ein Zuwachs von zwei Prozent gegenüber demselben Vorjahreszeitraum. Das Arbeitsvolumen wuchs ebenfalls um zwei Prozent. Die beschäftigungsstärksten Branchen blieben der Maschinenbau mit 16 900 tätige Personen (minus sieben Prozent), die „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln“ mit nahezu unverändert rund 15 000 tätigen Personen sowie die „Herstellung von sonstigen Waren“ mit rund 8 800 tätigen

Im ersten Quartal 2016 haben die größeren Industriebetriebe in Hamburg einen Umsatz von 15,4 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das ist gegenüber den ersten drei Monaten 2015 ein deutlicher Rückgang von neun Prozent. Diese negative Entwicklung ist ganz überwiegend den Betrieben der Mineralölverarbeitung zuzurechnen. Ohne diese Branche wäre das Minus mit drei Prozent deutlich geringer ausgefallen, so das Statistikamt Nord.
Die Mineralölverarbeitung blieb zwar die mit Abstand stärkste Branche, ihr Umsatz sank allerdings (auch preisbedingt) um 16 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro. Sie lieferte mit 44 Prozent den weitaus größten Beitrag zum gesamten Industrieumsatz in der Elbmetropole. Die Betriebe zur Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (einschl. Getränkeherstellung und Tabakverarbeitung) erwirtschafteten 1,8 Mrd. Euro Umsatz (minus acht Prozent). Die Umsätze der Metallerzeugung und -bearbeitung sanken um 18 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro. Der „Sonstige Fahrzeugbau“ (insbesondere Luftfahrzeuge, ohne Herstellung von Kfz) schloss hingegen mit einem deutlichen Plus von neun Prozent ab. Auch im Bereich der Reparatur und Installation von Maschinen konnte mit einem Zuwachs von drei Prozent auf 1,2 Mrd. Euro ebenfalls die 1-Mrd.-Umsatzschwelle übersprungen werden.

Der Inlandsumsatz sank um 13 Prozent auf 10,5 Mrd. Euro. Auch hierbei wirkte sich das starke Gewicht der eher inlandsorientierten Mineralölverarbeitung aus. Das Auslandsgeschäft stieg geringfügig auf ein Volumen von 4,8 Mrd. Euro. Dabei entwickelten sich die Umsätze mit Kunden in Ländern der Eurozone leicht rückläufig (minus ein Prozent). Die Umsätze mit Kunden in Ländern der Nicht-Eurozone legten dagegen leicht zu (plus drei Prozent). Die Exportquote lag insgesamt bei 32 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent). Ohne die Mineralölverarbeitung ergibt sich für den Rest des Verarbeitenden Gewerbes ein Anteil der Auslandsumsätze von 50 Prozent (Vorjahr: 47 Prozent).

Im Durchschnitt des Quartals waren in den größeren Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes knapp 78 100 Beschäftigte tätig. Das ist rund ein Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das Arbeitsvolumen war ebenfalls leicht rückläufig. Die meisten Industriebeschäftigten gab es mit rund 15 800 im Bereich „Sonstiger Fahrzeugbau“, das sind vier Prozent weniger als 2015. Bei der Reparatur und Installation von Maschinen stieg die Zahl der tätigen Personen um vier Prozent auf 15 100, im Maschinenbau sank sie um ein Prozent auf gut 10 100 und im Nahrungsmittelgewerbe nahm sie ebenfalls um ein Prozent auf knapp 7 100.Personen (plus 17 Prozent). ab.

Hinweise:
Erfasst wurden Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes

sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden mit 50 und mehr tätigen Personen. Im ersten Quartal 2016 waren dies in Hamburg 211 Betriebe. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass sich die Anzahl der erfassten Betriebe gegenüber dem Vorjahr leicht verringert hat. Stärkere Schwankungen in der Umsatzentwicklung können auch durch die un-regelmäßige Abrechnung von Großaufträgen beeinflusst sein

Presse Statistikamt Nord

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