S-H: Durchschnittliche Getreide- und Raps-Ernte erwartet

Foto: pixabay.com / hans(CIS-intern) – In Schleswig-Holstein sind im Jahr 2016 nach den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung auf rund 656 500 Hektar (ha) Ackerfrüchte angebaut worden. Unverändert zum Vorjahr nehmen die drei flächenstärksten Kulturen zwei Drittel des Ackerlands ein: der Winterweizen mit 184 900 ha (minus drei Prozent), der Silomais mit 164 400 ha (minus zwei Prozent) und der Winterraps mit 93 800 ha (plus drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr), so das Statistikamt Nord.

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Die drei nächstwichtigsten Kulturen bedecken gemeinsam ein knappes Fünftel (19 Prozent) der Ackerfläche: auf Platz vier die Wintergerste mit 62 500 ha (plus fünf Prozent), gefolgt vom Feldgrasanbau mit 34 400 ha (minus acht Prozent) und dem Roggen und Wintermenggetreide mit 27 300 ha (minus ein Prozent).
Auf den verbleibenden rund 14 Prozent des Ackerlands werden unter an-derem weitere Getreide, wie Triticale (8 300 ha) und Sommergetreide (Hafer 7 600 ha, Sommergerste 7 100 ha, Sommerweizen 5 500 ha) angebaut. Aber auch weitere Kulturen, wie z. B. Getreide oder Leguminosen zur Ganzpflanzenernte (mit 13 400 bzw. 7 400 ha), verschiedene Hackfrüchte mit zusammen 12 800 ha und Hülsenfrüchte zur Körnergewinnung mit insgesamt 4 300 ha tragen zur Vielfalt auf dem Acker bei.
Hinzu kommen noch rund 8 000 ha Gartenbauerzeugnisse, wie z. B. Erdbeeren, Spargel und andere Gemüsearten, und rund 9 400 ha im Rahmen von Beihilfemaßnahmen stillgelegter Flächen.

Die Dauergrünlandflächen haben sich stabilisiert und nehmen 329 200 ha ein, ein Plus von drei Prozent im Vergleich zu den Vorjahreswerten.
Nach einer ersten Schätzung wird für Schleswig-Holstein in diesem Jahr eine Getreideernte von 2,7 Mio. Tonnen (t) erwartet, damit läge die Erntemenge um acht Prozent unter der des Vorjahres. Die Rekorderträge der letzten beiden Vorjahre je Hektar (ha) werden dieses Jahr voraussichtlich nicht wieder erreicht, so das Statistikamt Nord. Die Getreideanbaufläche wurde um 3 000 ha (plus ein Prozent) ausgeweitet.

Allein 1,7 Mio. t oder knapp zwei Drittel der gesamten Getreideernte werden voraussichtlich auf die flächenstärkste Getreideart Winterweizen entfallen. Das wären – bei gleichzeitiger Einschränkung der Anbaufläche um gut drei Prozent – zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Der erwartete Hektarertrag von gut 91 Dezitonnen (dt) läge damit deutlich unter dem im Vorjahr erzielten Ertrag von 100 dt.

Die Aussaatfläche der Wintergerste vergrößerte sich um fünf Prozent auf 62 500 ha. Mit einem geschätzten Hektarertrag von knapp 90 dt würde der Spitzenertrag aus dem Vorjahr (102 dt/ha) nicht erreicht. Mit diesem Ertrag ergäbe sich eine Erntemenge von 560 000 t, das wären sieben Prozent weniger als 2015.
Roggen wurde auf einer Fläche von 27 300 ha angebaut, die Erntemenge wird voraussichtlich bei 211 000 t und damit um drei Prozent unter der des letzten Jahres liegen. Die Erntemenge von Triticale steigt in Folge einer Ausweitung der Anbaufläche (plus zehn Prozent) voraussichtlich um vier Prozent auf 63 000 t. Die Anbaufläche von Sommergetreide wurde deutlich vergrößert, bei guten Hektarerträgen sollte die Erntemenge um gut ein Drittel über der des Vorjahres liegen.
Eine Flächenausweitung beim Winterraps um 3 000 ha auf nunmehr 93 800 ha liefert bei einem erwarteten Hektarertrag von gut 40 dt eine Erntemenge von 378 000 t, das wä

ren zwei Prozent weniger als 2015.

Hinweise:
Da Kornbildung und Ernteverluste vom weiteren Witterungsverlauf beeinflusst werden, können die endgültigen Erntemengen für Getreide und Raps von dieser ersten Schätzung abweichen. Die Schätzung beruht auf den Angaben der amtlichen Ernteberichterstatterinnen und -erstatter von Ende Juni und den vorläufigen Ergebnissen der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung.

Presse Statistikamt Nord

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