Industrieumsätze im Norden im freien Fall

Foto: ilona brigitta martin / pixelio.de (CIS-intern) – In den ersten sechs Monaten 2016 sind die Umsätze der 532 größeren Industriebetriebe Schleswig-Holsteins im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um sechs Prozent auf 14,9 Mrd. Euro gesunken, so das Statistikamt Nord.

Mit einem Umsatzminus von acht Prozent auf 8,5 Mrd. Euro entwickelte sich die Inlandsnachfrage negativer als der Auslandsabsatz, der um vier Prozent auf 6,3 Mrd. Euro zurückging. Die Exportquote stieg damit auf 43 Prozent (Vorjahreszeitraum: 42 Prozent). Bei den Exporten ergab sich ein stärkerer Rückgang in die Länder der Eurozone (minus sechs Prozent) als in die Länder der Nicht-Eurozone (minus zwei Prozent).

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Unter den umsatzstärksten Branchen lag der Maschinenbau mit 2,9 Mrd. Euro (minus elf Prozent) vor dem Bereich „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln“ (minus zehn Prozent auf 2,3 Mrd. Euro). Die Betriebe zur Herstellung von chemischen Erzeugnissen erwirtschafteten Umsätze von 1,2 Mrd. Euro (minus sieben Prozent), während die Branche „Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen“ mit 1,2 Mrd. Euro ein Plus von vier Prozent erzielte. Der Bereich „Herstellung von sonstigen Waren“ (hierzu zählen auch medizintechnische Apparate und Materialien) lie-ferte einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro (minus zwei Prozent). In der Mineralölverarbeitung wurden mit einem (insbesondere preis- und nachfragebedingten) Rückgang von 39 Prozent 0,9 Mrd. Euro erwirtschaftet, das ist das zweitschlechteste Halbjahresergebnis seit 2005.

Im Monatsdurchschnitt des ersten Halbjahres arbeiteten rund 102 500 Personen in den genannten Industriebetrieben des nördlichsten Bundeslandes. Das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein leichtes Plus von einem Prozent. Das Arbeitsvolumen stieg mit knapp drei Prozent etwas stärker an. Die beschäftigungsintensivsten Branchen blieben der Maschi-nenbau mit 16 800 tätigen Personen (minus sieben Prozent), die „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln“ mit 14 900 Personen (minus ein Prozent) sowie die „Herstellung von sonstigen Waren“ mit 8 900 Personen (plus 15 Prozent). In den Betrieben zur Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen waren 7 000 Personen tätig (plus zwei Prozent) und im „Sonstigen Fahrzeugbau“ nahezu unverändert 6 500.

Im ersten Halbjahr 2016 haben die 211 größeren Industriebetriebe in Hamburg 32,0 Mrd. Euro erwirtschaftet. Gegenüber den ersten sechs Monaten 2015 ist das ein Umsatzrückgang von neun Prozent. Die negative Entwicklung ist ganz überwiegend den Betrieben der Mineralölverarbeitung zuzurechnen. Ohne diese Branche hätte sich für die Industrie ein deutlich geringeres Umsatzminus von zwei Prozent ergeben, so das Statistikamt Nord.

Die Mineralölverarbeitung blieb trotz eines (insbesondere preis- und nach-fragebedingten) Umsatzrückgangs von 16 Prozent auf 14,3 Mrd. Euro die mit Abstand umsatzstärkste Branche. Sie lieferte mit 45 Prozent wie bisher den weitaus größten Beitrag zum gesamten Industrieumsatz in der Elbmetropole. Im Bereich „Sonstiger Fahrzeugbau“ wurde ein Plus von acht Prozent verzeichnet. Die Umsätze der Ernährungsindustrie (einschl. Futtermittel- und Getränkeherstellung sowie Tabakverarbeitung) sanken in den ersten beiden Quartalen um vier Prozent auf 3,6 Mrd. Euro. Einen deutlichen Umsatzrückgang von 18 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro gab es auch in der Metallerzeugung und -bearbeitung.

Weitere Branchen mit Umsätzen oberhalb von einer Mrd. Euro waren die „Reparatur und Installation von Maschinen“ (plus zwei Prozent auf 2,3 Mrd. Euro) und der Maschinenbau (plus zwei Prozent auf 1,4 Mrd. Euro).
Im Vorjahresvergleich entwickelte sich der Inlandsumsatz (minus zwölf Prozent auf 21,9 Mrd. Euro) deutlich schwächer als das Auslandsgeschäft, das nur leicht nachgab (minus ein Prozent auf zehn Mrd. Euro). Die Geschäfte mit Kunden in Ländern der Eurozone waren leicht rückläufig (minus ein Prozent), während mit Kunden in Ländern der Nicht-Eurozone sogar ein geringfügiges Plus registriert wurde.
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Die Exportquote lag bei 31 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Mineralölverarbeitung ergibt sich für den Rest des Verarbeitenden Gewerbes eine leicht gestiegene Exportquote von 50 Prozent (Vorjahreshalbjahr: 47 Prozent).
Im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2016 waren gut 78 100 Personen in den größeren
Industriebetrieben Hamburgs tätig, das ist ein Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das Arbeitsvolumen lag dagegen mit einem Prozent Zuwachs im Plus. Die meisten Industriebeschäftigten gab es mit 16 000 Personen im Bereich „Sonstiger Fahrzeugbau“, zwei Prozent weniger als 2015. Bei der „Reparatur und Installation von Ma-schinen“ stieg ihre Zahl um zwei Prozent auf 14 800, im Maschinenbau sank sie um ein Prozent auf 10 100. Rückläufig war die Beschäftigtenentwicklung dagegen sowohl in der Ernährungsindustrie (minus ein Prozent auf 7 100 tätige Personen) als auch bei der Herst

ellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen oder optischen Erzeugnissen (minus drei Prozent auf 4 600 Personen) .

Hinweise:
Erfasst wurden Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Berg-baus und der Gewinnung von Steinen und Erden mit 50 und mehr tätigen Personen. Stärkere Schwankungen in der Umsatzentwicklung können auch durch die unregelmäßige Abrechnung von Großaufträgen beeinflusst sein

Presse Statistikamt Nord

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