Gewerbe-Gründer rückläufig im Norden

Foto: pixabay.com / geralt(CIS-intern) – In Schleswig-Holstein sind im ersten Halbjahr dieses Jahres 10 571 Gewerbe neu gegründet worden, das sind vier Prozent weniger als im ersten Halbjahr des Vorjahres, so das Statistikamt Nord.

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Betriebsgründungen (Fälle mit potentiell größerer wirtschaftlicher Bedeutung) machten 20 Prozent der Neugründungen aus (plus sechs Prozent). Die Zahl der neu gegründeten Kleingewerbe (33 Prozent der Neugründungen) sank um zehn Prozent und die der Nebenerwerbsbetriebe (47 Prozent der Neugründungen) um zwei Prozent.
1 897 Anmeldungen erfolgten aufgrund von Verlegung des Unternehmenssitzes aus anderen Gemeinden (innerhalb oder außerhalb des Landes) und weitere 1 108 wegen Wechsel der Rechtsform, Gesellschaftereintritt, Kauf, Erbfolge o. Ä.

Auf die Wirtschaftszweige zur Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen, technischen, sonstigen wirtschaftlichen oder persönlichen Dienstleistungen entfielen 32 Prozent der Anmeldungen. Weitere 22 Prozent betrafen den Bereich „Handel einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ und zwölf Prozent der Anmeldungen erfolgten im Baugewerbe.

Ein Großteil der angemeldeten Gewerbe (79 Prozent aller Anmeldungen) waren Einzelunternehmen. Diese wurden zu 35 Prozent von Frauen und zu 18 Prozent von Gewerbetreibenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit angemeldet.

Gleichzeitig nahmen die Gewerbeämter des nördlichsten Bundeslandes in den ersten sechs Monaten 12 218 Gewerbeabmeldungen entgegen, das sind sieben Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der größte Anteil (78 Prozent) entfiel auf vollständige Aufgaben. Die Zahl der wirtschaftlich bedeutsamen Betriebsaufgaben sank auf 1 693 Fälle (minus vier Prozent). Kleingewerbe und Gewerbe im Nebenerwerb wurden in 7 886 Fällen abgemeldet (minus sieben Prozent). Die weiteren Abmeldungen wurden wegen Fortzug aus der bisherigen Sitzgemeinde, Erbfolge, Verkauf, Wechsel der Rechtsform, Gesellschafteraustritt o. Ä. eingereicht.
In Hamburg sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 8 754 Gewerbe neu gegründet worden, das sind drei Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, so das Statistikamt Nord.

23 Prozent der Neugründungen waren Betriebsgründungen (Fälle mit potentiell größerer wirtschaftlicher Bedeutung); ihre Zahl stieg um zehn Prozent. Die Anzahl der neu gegründeten Kleingewerbe (40 Prozent der Neugründungen) ging um 15 Prozent zurück. Nebenerwerbsbetriebe (38 Prozent der Neugründungen) wurden dagegen häufiger als vor einem Jahr gegründet (plus fünf Prozent).

Weitere 758 Gewerbeanmeldungen wurden aufgrund von Rechtsformwechsel, Gesellschaftereintritt, Kauf, Erbfolge o. Ä. eingereicht. In 485 Fällen war der Zuzug nach Hamburg Grund für die Anmeldung.

In 35 Prozent aller Fälle wurde ein Gewerbe zur Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen, technischen, sonstigen wirtschaftlichen oder persönlichen Dienstleistungen angemeldet. Deutlich weniger Anmeldungen entfielen auf den Wirtschaftszweig „Handel einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ (20 Prozent) sowie auf das Baugewerbe (15 Prozent).

75 Prozent aller Anmeldungen betrafen Einzelunternehmen. Diese Anmeldungen wurden zu 32 Prozent von Frauen eingereicht und zu 37 Prozent von ausländischen Gewerbetreibenden.

Gleichzeitig wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 8 254 Gewerbe abgemeldet (minus sieben Prozent). Ein Großteil dieser Abmeldungen (85 Prozent) erfolgte aufgr

und der vollständigen Aufgabe des Gewerbes.

Besonders stark sank die Zahl der abgemeldeten Kleingewerbe oder Gewerbe im Nebenerwerb (minus neun Prozent auf 5 874 Fälle). Die Zahl der wirtschaftlich eher bedeutsamen Betriebsaufgaben stieg um zwei Prozent auf 1 176 Fälle. In den übrigen Fällen war die Abmeldung durch Fortzug, Erbfolge, Kauf, Wechsel der Rechtsform, Gesellschafteraustritt oder Umwandlung begründet.

Presse Statistikamt Nord