Die Wirtschaft wächst im Norden nur langsam

Foto: ilona brigitta martin / pixelio.de(CIS-intern) – Die Wirtschaft in Schleswig-Holstein hat auch im ersten Halbjahr ihr Wachstum fortgesetzt, wobei die Zuwächse des Vorjahres übertroffen wurden. Das Bruttoinlandsprodukt (die Summe aller erzeugten Güter und Dienstleistungen) stieg im ersten Halbjahr 2016 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nominal (in jeweiligen Preisen) um 3,6 Prozent an. Nach Bereinigung der Preisveränderungen errechnete sich ein realer Anstieg von 2,0 Prozent, so das Statistikamt Nord. Die Veränderungsraten lagen damit unter dem Bundesdurchschnitt, der bei 3,9 Prozent nominal und 2,3 Prozent real lag.

Im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt war die Wirtschaftsleistung leicht rückläufig. Dabei entwickelten sich die für Schleswig-Holstein bedeutenden Branchen unterschiedlich: Nach leichten Verlusten im Vorjahr musste das Ernährungsgewerbe weitere deutliche Rückgänge hinnehmen. Auch im Maschinenbau, bei der „Herstellung sonstiger Waren“ und der chemischen Industrie gab es deutliche Rückgänge, während die pharmazeutische Industrie nochmals zulegen konnte. Weiterhin entwickelten sich die Bran-chen „Herstellung optischer und elektronischer Geräte“ sowie die „Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen“ positiv. Diese positiven Entwicklungen konnten die Verluste in den anderen Branchen jedoch nicht auffangen.

Nach den Verlusten im letzten Jahr ging die Wirtschaftsleistung im Baugewerbe im ersten Halbjahr 2016 weiter leicht zurück. Der Handel- und Dienstleistungsbereich konnte wiederum zulegen. Hervorzuheben ist hier das erneute Wachstum der in Schleswig-Holstein bedeutenden Branchen des Groß- und Einzelhandels sowie des Gastgewerbes. Auch in der Finanz- und Versicherungsbranche gab es nach der rückläufigen Entwicklung im Vorjahr wieder positive Ergebnisse.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Wert aller erzeugten Güter und Dienstleistungen ist in Hamburg im ersten Halbjahr 2016 gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 nominal (in jeweiligen Preisen) um 2,8 Prozent gestiegen. Unter Berücksichtigung der Preisveränderungen ergab sich ein Wirtschaftswachstum von real plus 1,8 Prozent, so das Statistikamt Nord. Mit diesem moderaten Zuwachs liegt Hamburg etwas unter dem Bundesergebnis von real plus 2,3 Prozent.

Von den produzierenden Wirtschaftsbereichen in Hamburg gingen im ersten Halbjahr 2016 insgesamt nur verhaltene Wachstumsimpulse aus. Während das Wachstum im Verarbeitenden Gewerbe deutlich hinter der Entwicklung auf Bundesebene zurückblieb, entsprach die Entwicklung im Hamburger Baugewerbe in etwa der realen Entwicklung auf Bundesebene.
In den Dienstleistungsbereichen war die Entwicklung insgesamt ähnlich moderat. Hier konnte der in Hamburg traditionell starke Handel im ersten Halbjahr 2016 bedingt durch Umsatzrückgänge

in einigen Großhandelsbranchen keinen Wachstumsbeitrag leisten. Bessere Ergebnisse gab es dagegen in der Finanz- und Versicherungsbranche sowie im Hamburger Gastgewerbe, das offenbar auch weiterhin vom Touristenboom in der Elbmetro-pole profitiert.

Hinweise:
Die hier vorgestellten Ergebnisse beruhen auf ersten vorläufigen Berechnungen des „Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“.

Presse Statistikamt Nord

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