SH – Handel mit erstem Halbjahr zufrieden

Presse / Foto HV Nord(CIS-intern) – Das erste Halbjahr 2016 ist für den Handel im Norden insgesamt positiv verlaufen, meldet der Handelsverband Nord (HV Nord). Er tagte am Dienstag in den Lübecker MediaDocks.

Presse / Foto HV Nord

Der bundesweit positive Trend mit einem nominalen Umsatzwachstum in Höhe von 2,5 Prozent zeichne sich auch im Norden ab; in Hamburg sogar etwas darüber, in Mecklenburg-Vorpommern etwas schwächer. Real dürfte dies dann auf ein Umsatzplus von knapp 2 Prozent hinauslaufen, sagt Dierk Böckenholt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes anlässlich des Tages des Norddeutschen Handels in Lübeck. Maßgeblich sei für diese Entwicklung die nach wie vor robuste Verfassung der Wirtschaft, gekennzeichnet durch eine gute Auftrags- und Beschäftigungslage. Für den Handel komme hinzu, dass das Jahr 2016 im Vergleich zu 2015 drei Verkaufstage mehr hat, insgesamt 307 Verkaufstage.

Allerdings gewännen nicht alle Branchen und nicht alle Standorte gleichermaßen. Vor allem der Online- und der Multi-Channelhandel wachse. Der stationäre Bekleidungshandel habe hingegen vielerorts an Umsatz eingebüßt. In vielen Innenstadtlagen klage der Handel nach wie vor über rückläufige Kundenfrequenz. Hier gelte es jetzt mehr denn je gegenzusteuern und die Kunden mit Veranstaltungen und Aufenthaltsqualität wieder in die Innenstädte zu locken. Dafür müssen Stadt, Handel, Gastronomie und alle Gewerbetreibenden gemeinsam aktiv werden. In vielen Innenstädten würde derzeit investiert. Das werde sich langfristig auszahlen. Allerdings sei die Bauphase für den Handel eine extreme Durststrecke, die einige Unternehmen mancherorts nicht überstehen werden. Aktives Baustellenmanagement, Kommunikation und ein verständiges Miteinander von Hauseigentümern und gewerblichen Mietern seien daher dringend gefordert, mahnt der Verbandschef.

Von der Politik erwartet der Handel nach wie vor Entlastung bei der Hinzurechnung von Mieten und Pachten auf die Ge

werbesteuer. Auf Landesebene warnt der HV Nord die Kommunen zudem davor Tourismusabgaben und weitere Belastungen für den Handel einzuführen. Der Handel als prägendes Element der Innenstädte brauche jetzt Unterstützung, nicht noch mehr Gegenwind. Was Planung, Erweiterung und Ansiedlung weiterer Einzelhandelsstandorte anbelangt, fordert der HV Nord von den Kommunen und vom Land die konsequente Anwendung des Planungsrechts

Foto Präsident Hartmann eröffnete die Tagung