Schleswig-Holsteinische Wirtschaft mit Arbeit der Landesregierung noch nicht zufrieden

Foto: Astrid Götze-Happe / pixelio.de(CIS-intern) – „Die Ergebnisse der Politikumfrage zeigen, dass die schleswig-holsteinische Wirtschaft mit der Arbeit der aktuellen SPD-Grüne-SSW-Koalition nicht zufrieden ist. Auch wenn sich gegenüber der letzten Umfrage aus dem Frühjahr 2016 die Zustimmungswerte zur Arbeit der Regierungskoalition verbessert haben (von 34 % auf 37 %), ist die Kritik nach wie vor stark ausgeprägt.

Foto: Astrid Götze-Happe / pixelio.de

Als Hauptgründe für die Unzufriedenheit mit der Arbeit der Koalition werden die Situation der Verkehrsinfrastruktur ohne erkennbare Verbesserungsbemühungen sowie die komplett fehlende mittelstandsfreundliche Politik im Land genannt. Darüber hinaus wird eine mangelnde Unterstützung für die Industrie beklagt. Positiv genannt wird das Engagement für den Flüchtlingspakt des Landes sowie für die Fachkräfteinitiative „Zukunft im Norden“.

Von der am 7. Mai des nächsten Jahres gewählten Landesregierung erwarten die Unter-nehmen ein wachstumsorientierteres Verhalten und eine mittelstandsfreundlichere Politik, verbunden mit einem beschleunigten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Des Weiteren erwarten die Unternehmen die Weiterführung des Engagements zur Integration von Flücht-lingen in den Ersten Arbeitsmarkt sowie die Fortsetzung der Arbeit der Fachkräfteinitiative. Erneut wurden eine Verwaltungs- und Strukturreform genauso eingefordert wie Bürokratie-abbau und Deregulierung.“
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Dieses Resümee aus der UVNord-Politikumfrage zog UVNord-Präsident Uli Wachholtz auf der Herbstpressekonferenz seiner Organisation.
Von der länderübergreifenden Zusammenarbeit versprechen sich die Unternehmen viel.96 % der befragten Unternehmen erwarten von der zukünftigen Landesregierung, dass die derzeitige Zusammenarbeit Schleswig-Holsteins mit Hamburg weiter vertieft wird. Die Unternehmen fordern, dass die in den letzten Jahren verstetigte Zusammenarbeit der beiden Bundesländer auch mit einer neuen Landesregierung intensiv fortgesetzt wird.

Die Erwartungen an die zukünftige Landesregierung und deren Ressorts sind groß:
„Insbesondere vom zukünftigen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie erwarten die schleswig-holsteinischen Arbeitgeber einen zügigen Ausbau der Verkehrsinfra-struktur, eine bessere personelle Ausstattung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, damit baureife Infrastrukturmaßnahmen in Schleswig-Holstein zukünftig aus der „Schublade gezogen“ werden können, sowie mehr Engagement zur Fertigstellung und Weiterbau der A20 einschließlich der Elbquerung sowie ein zügiges Vorankommen beim Ersatzbau der Rader Hochbrücke. Eine verstärkte Förderung der Industrie und Wirtschaft wird gefordert, wie auch eine stärkere Positionierung Schleswig-Holsteins als überregionaler Wirtschafts-standort. Daneben wird ein besserer Zugang zur öffentlichen Auftragsvergabe, eine Erhöhung der Investitionsquote des Landes sowie die Abschaffung bzw. die Novellierung des Tariftreue- und Vergabegesetzes mit der
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Norddeutsche Wirtschaft im Herbst 2016 zufrieden
Das Jahr 2016 hat die bisherigen Erwartungen der Unternehmen größtenteils erfüllt
Aber gedämpfterer Ausblick auf die nächsten sechs Monate UVNordPräsident Wachholtz: Die Investitionsbereitschaft ist weiterhin auf niedrigem Niveau – hier besteht akuter Handlungsbedarf!

Lage auf dem Arbeitsmarkt erfreulich stabil
„Die norddeutsche Wirtschaft präsentiert sich im Herbst 2016 in guter Verfassung. Das Jahr 2016 hat die bisherigen Erwartungen der Unternehmen größtenteils erfüllt. Die gegenwärtige Geschäftslage beurteilen 53 % der Befragten als gut und weitere 34 % zumindest als befriedigend. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten 40 % der befragten Unternehmen einen gestiegenen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Der Ausblick auf die nächsten sechs Monate ist von etwas gedämpfteren Erwartungen geprägt. 33 % der befragten Unternehmen erwarten höhere Umsätze und 53 % gleichbleibend hohe. Hier spielen die Unsicherheiten in der Weltkonjunktur sowie das schwächelnde Russlandgeschäft sowie die unkalkulierbaren Auswirkungen des Brexit-Referendums eine nicht ganz unwesentliche Rolle.

Die Investitionsbereitschaft ist nach wie vor zu niedrig. Nur 25 % der befragten Unternehmen wollen ihre Investitionen erhöhen, aber auch 14 % wollen ihre Investitionen gegenüber dem Vorjahr einschränken. Hier wird deutlich, dass sowohl auf Bundes‐ als auch auf Landesebene keine wirtschaftsfreundlichen Signale vernommen werden konnten. Hier besteht akuter Handlungsbedarf die Rahmenbedingungen für Investitionen deutlich zu verbessern. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist weiterhin erfreulich stabil, die Unternehmen schaffen weiterhin sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.“

Dieses Resümee aus der UVNord‐Herbst‐Konjunkturumfrage in Schleswig‐Holstein und Hamburg zog UVNord-Präsident Uli Wachholtz auf der Pressekonferenz seiner Organisation.

Das Gesamtergebnis der Herbstumfrage zeigt, dass die norddeutsche Wirtschaft insgesamt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2016 blickt.53 % der befragten Unternehmen beurteilen die gegenwärtige Geschäftslage als gut, weitere 34 % als befriedigend und 12 % als unbefriedigend und nur 1 % als schlecht.

Die Umsatzerwartungen für das laufende Geschäftsjahr sind ebenfalls optimistisch. 40 % der befragten Unternehmen erwarten einen gestiegenen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr, 44 % gehen von gleich hohen Umsätzen aus und 16 % erwarten Umsatzrückgänge.

Die Umsatzerwartungen für die nächsten sechs Monate sind etwas gedämpfter. 33 % der befragten Unternehmen erwarten für das nächste halbe Jahr höhere Umsätze, 53 % gleichbleibend hohe und 14 % niedrigere Umsätze.

Die Investitionsbereitschaft konnte immer noch nicht an Fahrt gewinnen. 25 % der befragten Unternehmen wollen ihre Investitionen zwar erhöhen, 14 % schränken sie aber weiter ein.Im Branchenvergleich zeigt sich, dass die Chemische Industrie sowie die Ernährungsindustrie überdurchschnittliche Zahlen vermelden.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist in den nächste

n drei Monaten weiterhin erfreulich stabil. Die Unternehmen schaffen auch weiterhin sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Die Situation im Hinblick auf die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften spitzt sich zu. 43 % der befragten Unternehmen berichten von einer unbefriedigenden Verfügbarkeit und weitere 28 % geben an, dass qualifizierte Fachkräfte in Schleswig-Holstein und Hamburg schlecht verfügbar seien.

Presse UV Nord

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