Grundschulen können bald u.a. Obst und Milch kostenfrei an Schüler abgeben

Foto: pixabay.com / Couleur(CIS-intern) – Schleswig-Holstein will das EU-Schulprogramm für Obst, Gemüse und Milch einführen. Das beschloss das Kabinett heute (15. November 2016) in Kiel. Damit können Grundschulen künftig kostenfrei gesunde landwirtschaftliche Produkte an Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen sechs und zehn Jahren abgeben. Ergänzt wird das Programm durch begleitende pädagogische Maßnahmen.

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„Die Entfremdung von Jugendlichen und der Lebensmittelproduktion nimmt weiter zu. Zusätzlich gibt es in einigen Schulen einen echten Bedarf an der Versorgung der Kinder mit gesunden Nahrungsmitteln. Deshalb legt das Land zum Schuljahr 2017/2018 das Schulobstproramm auf“, sagte Landwirtschaftsminister Robert Habeck.

Zur Finanzierung stellt das Land über die

Nachschiebeliste für den Haushalt im kommenden Jahr 450.000 Euro zur Verfügung. Die EU-Mittel, die dadurch in Anspruch genommen werden können, liegen für Schleswig-Holstein bei etwas mehr als 700.000 Euro für Schulobst und -gemüse und bei knapp 340.000 Euro für Schulmilch pro Schuljahr.

Der Startzeitpunkt und Details des Programms sowie des Bewerbungsverfahrens werden noch erarbeitet und dann bekanntgegeben.

Darüber hinaus beschloss das Kabinett, das Beratungsangebot der Landwirtschaftskammer um 225.000 Euro zu erhöhen. Die Mittel fließen in die sozioökonomische Beratung. „Die wirtschaftliche Lage für die Landwirte und Landwirtinnen ist extrem angespannt. Hinzu komme oft ein starker Druck aus der gesellschaftlichen Debatte. Wir möchten hier helfen, damit Landwirte in schwierigen betrieblichen oder finanziellen Situationen, die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Die Aufstockung der Mittel reiht sich ein in unsere Bemühungen, gemeinsam mit anderen Akteuren, gute Hilfsangebote bereit zu halten“, sagte Habeck.

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