Gewalt an Frauen häufig in der eigenen Familie

Foto: pixabay.com / ninocare(CIS-intern) – Gewalt geschieht häufig in der Familie und zieht sich durch alle Schichten der Gesellschaft. Die Opfer sind meist Frauen und Kinder. Sie leiden oft ein Leben lang unter den Folgen. Darauf weist pro familia Schleswig-Holstein am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen hin. „Angesichts der hohen Dunkelziffer in diesem Bereich ist es äußerst wichtig, das Thema immer wieder in die Öffentlichkeit zu bringen“, betont Dagmar Steffensen, stellvertretende Geschäftsführerin des Landesverbandes.

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pro familia beteiligt sich an Aktionen im Lande, die öffentlich Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen. Dazu hört neben dem Flaggehissen die Brötchentütenaktion “Gewalt kommt nicht in die Tüte“, z.B. am 24. November auf dem Itzehoer Wochenmarkt in Kooperation mit der Gleichstellungs-beauftragten, dem Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen (AsF), Netzwerk gegen häusliche Gewalt (KIK), Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf und Frauenhaus, und in Husum vor dem Husumer Kaufhaus, gemeinsam mit der Frauenberatungsstelle/Notruf, Weißer Ring, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt und Polizei. Diese Aktion macht auch auf die verschiedenen Beratungsangebote aufmerksam.

„Wir möchten Betroffene und ihr Umfeld ermutigen, das Schweigen zu brechen und sich qualifizierte Hilfe zu holen“, sagt Stefffensen. Frauen, die Gewalt erleiden bzw. erlitten haben, können sich an die pro familia-Beratungsstellen wenden. Vor allem die spezialisierten pro familia-Einrichtungen bieten Frauen und Mädchen, die von sexueller und häuslicher Gewalt betroffen sind, Hilfe und Beratung an: in Itzehoe die Fachstelle Gewalt und

Frauenberatung, in Flensburg WAGEMUT, die Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen, in Husum der Mädchentreff.

Eine erste Anlaufstelle ist auch das Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen”, in 15 Sprachen rund um die Uhr erreichbar unter Telefon 08000 116 016. Betroffene, Angehörige, Menschen, Bezugspersonen und Fachkräfte können sich auch online unter www.hilfetelefon.de beraten lassen.

Weitere Informationen, Adressen der Beratungsstellen und das pro familia-Positionspapier gegen sexuelle und häusliche Gewalt unter www.profamilia-sh.de