25 Jahre arte – Zwei Programminnovationen – Eine Vision

Foto: Presse Claude-Anne SAVIN(CIS-intern) – „ARTE kann sich seit nunmehr 25 Jahren auf seinen kulturellen und europäischen Auftrag und seine einzigartige deutsch-französische Identität stützen“, so eröffnete ARTE-Präsident Peter Boudgoust heute Vormittag die Jahrespressekonferenz in Hamburg und freute sich über die Anerkennung des Senders durch die Öffentlichkeit. Beweis dafür ist die stets steigende Zuschauerakzeptanz im Fernsehen (+31%* in den letzten fünf Jahren in Deutschland) sowie im digitalen Bereich (+29%** Videos Views 2016 gegenüber 2015). 2017 wird ein spannendes Jahr – auch und insbesondere für Europa.

Foto: Klaus Mittelstädt

„Als europäisches Kulturmedium“, betonte Boudgoust, „stehe ARTE mehr denn je in seiner Verantwortung: die Bürger umfassend zu informieren und ihnen zu ermöglichen, sich eine eigene Meinung zu bilden“. Dieser Verantwortung möchte der Sender unter anderem mit einer Weiterentwicklung seines Programmschemas Rechnung tragen. Im Mittelpunkt der Veränderungen, die ab dem 13. März wirksam sein werden, stehen zwei neue Sendungen. Die 28-minütige Reportagesendung „Re:“ rückt montags bis freitags um 19.45 Uhr den Alltag und die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten der Europäer in den Fokus. „Re:“ ist ein Puzzle der europäischen Wirklichkeit – nah am Menschen, unmoderiert, mit starken Bildern, aus der Hand erfahrener Reporterinnen und Reporter.

Mit dem neuen, ebenfalls werktäglichen Kulturmagazin „Stadt, Land, Kunst“ um 13 Uhr wird ARTE zudem erneut seiner Prämisse gerecht, einer breiten Öffentlichkeit anspruchsvolle Kulturinhalte zugänglich zu machen. Außerdem wird die stark europäisch und international ausgerichtete Nachrichtensendung ARTE Journal unter der Woche mit einer neuen Sendezeit um 19.20 Uhr prominenter platziert. Peter Boudgoust wies außerdem auf die Erweiterung des von der Europäischen Union unterstützten Projekts „ARTE Europe“ hin. Neben englischen, spanischen und polnischen sollen im zweiten Halbjahr 2018 auch italienische Untertitel für 600 Programmstunden an Dokumentationen und Magazinformaten angeboten werden. Damit werden künftig 70% aller Europäer in ihrer Muttersprache erreicht – „ein neuer, konkreter Schritt auf dem Weg zur weiteren Europäisierung von ARTE“, so Peter Boudgoust.

Die im Jahr 2016 eingegangenen Kooperationen mit dem irischen Sender RTE sowie der italienischen RAI unterstreichen dieses Vorhaben. Des Weiteren stellten die ARTE-Hauptabteilungsleiter in Hamburg eine vielfältige Auswahl an Programmhighlights der ersten Jahreshälfte vor. In dem Wunsch, den Sender noch stärker in der Aktualität zu verankern, legt ARTE auch 2017 Wert auf investigative Dokumentationen wie in Primus am Abgrund über die Deutsche Bank und in Die WHO – Im Griff der Lobbyisten? Besonders freut sich ARTE anlässlich des 100. Jubiläums der Revolution in Russland über eine ganz außergewöhnliche Produktion: Breaking News berichtet quasi-live vom Sturz des Zaren und den aktuellen Entwicklungen – inklusive Liveschaltungen nach Russland und Social Media-Analysen.

Besondere Erwähnung fanden außerdem die hochwertigen Kunst und Kulturdokumentationen des Senders – beispielsweise über Rodin und Otto Dix sowie ein Programmschwerpunkt zur documenta 14 – und hochwertige Entdeckungsreisen, zum Beispiel in die weltweit einzige Mönchsrepublik auf den Heiligen Berg Athos. Zu den Highlights im fiktiven Bereich zählen das langerwartete Serien-Highlight Zimmer 108 (Originaltitel: Beau Séjour) sowie eine Reihe hochkarätig besetzter deutscher Fernseh- und Spie

lfilmproduktionen wie Eine unerhörte Frau, Desaster und Victoria. Im Mai 2017 feiert ARTE sein 25-jähriges Sendejubiläum und bedankt sich bei seinen Zuschauern: Aus einem Vierteljahrhundert Sendeprogramm wählt die gesamte, in Europa verstreute ARTE-Belegschaft derzeit ihre Lieblingsstücke heraus und zeigt sie ab Mai auf arte.tv noch einmal der Öffentlichkeit – als Dankeschön und Vorfreude auf die nächsten 25 Jahre.

*Quelle: AGF in Zusammenarbeit mit GfK; TV Scope 6.1, 01.01.2012-31.12.2016, 3-3 Uhr, Zuschauer ab 3 Jahren, Marktanteil in Prozent **Quelle: AT Internet und Drittplattformen